Der Verlust eines Draufgängers

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Tatort 4 Stunden nach dem Mord an Sergio. (Archivbild sa)

Sergio, schnell, flink und blitzgescheit. Mit seinem schimmernd blauen Panzer ein attraktiver Draufgänger. Auch er hat die Vorzüge des unnatürlichen Lichts erkannt und die scheinbar unbegrenzten Futtervorräte geschätzt. Auch er wäre fast den Tücken des Fensternetzes verfallen. Doch Sergio hatte gelernt der Gitter-Falle zu entkommen, indem er überlieferte Fliegengesetze hinterfragte und aktiv neue Lösungswege ergründete. Dies erfolgreich. Als Fliege braucht es Mut weg vom Licht zu fliegen. Diese Erkenntnis jedoch und der dazugehörende Mut haben ihn zum starken attraktiven Vielflieger gemacht. War ihm doch der Zugang zu kräftigendem Essen stets offen. Die Erkenntnis Wissen zu teilen jedoch, widerstrebte ihm. Diesen Wissensvorsprung wollte er nur zu seinem Vorteil nutzen.
Doch diese Überheblichkeit und seinen Übermut wurden ihm zum Verhängnis. Vanessa die fleissige Weberin hat ihn in seiner Verblendung in ihr klebriges Netz verführt. Und innert Sekunden wurde der Draufgänger und begnadete Esser zum guten Essen.
Sergio wurde innerhalb von 18 Minuten das Leben aus dem Körper gesaugt und sein Wissen versiegte mit ihm. Eine schreckliches Schicksal? Eine schreckliche Tat? Vanessa hat es sichtlich genossen.

Tena Umgebung

 

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Brücke über den Rio Tena weit ausserhalb.

Tena selber ist eingentlich ein hässlicher Ort. Es gibt wirklich nichts sehenswertes. Das faszinierende von Tena ist seine Umgebung. Als Kleinstadt mitten im Regenwald findet man kurz ausserhalb der Stadt unberührte Natur, kleine Dörfer die nochmals fast 100 Jahre zurück sind, mit herzlichen offenen Menschen. Einzig was trübt ist unser verdorbener Einfluss und der Alkoholismus.

Nur schon wenige Kilometer ausserhalb findet man sogenannte Comuidades wo das Leben stehen geblieben scheint. Kommt man in diesen abgelegenen Orten an, versammelt sich langsam das ganze Dorf, um die neuen Gesichter zu sehen. Stolz werden von dem wenigen das sie haben alles gezeigt, Ein Schulhaus, die Plantagen, ihre Hütten.
In Roku Llakta wurde uns, die von Spanien gesponserte Fabrik, gezeigt wo aus Chackra-Kulturen, nachhaltg gewonnene Rohmaterialien gewonnen werden und für den Export vorbereitet werden.
Mir scheint jedesmal, je weiter ich daussen ich in den Wäldern bin, umso wohler und freier fühle ich mich. Ich fühle mich gespalten zwischen zwei komplett gegensätzlichen Welten.

Tagesausflug AmaZoonico

 

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Da ich den Amazoonico und das Projekt ja sehr gut kenne und selber da auch als Guide gearbeitet habe, empfahl es sich natürlich auch einen Ausflug in den Amazoonico zu machen. Allein schon die Busfahrt nach Puerto Barantilla und natürlich die Kanufahrt runter den Rio Arajuno sich schon ein Erlebnis. Ich führte meine Freunde durch den Amazoonico Wildpark und fühlte mich schon fast wie ein kleiner Reiseveranstalter🙂
Auf der Rückfahrt hatten wir etwas Pech mit dem Bus. Dieser schien ausgefallen zu sein. Also liessen wir uns in einem Gemüsetransporter abenteuerlich unbequem, zusammen mit weiteren Leuten, zurück nach Tena transportieren.

Hier in Ecuador funkioniert nicht alles immer so wie wir es uns wünschen, aber immer genau so wie es sein sollte.

Tagesausflug zur Laguna Azul

 

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Eines der 5 Becken in der Laguna Azul

Die Schulen sind fertig, jedoch laufen immer noch Nachhilfekurse für die Studenten die nicht in allen Fächern mit einer genügenden Note abgeschlossen haben. 3 dieser Studenten halten mich deshalb immer noch auf Trab. Und dies bis Ende August. Das schaffen wir🙂

Trotzdem bleibt mir genügend Zeit kleine Tagesausflüge zu unternehmen. Dieses Wochenende hatte ich besuch von 5 Freunden aus Quito und ich konnte ihnen einige hübsche Plätze rund um Tena zeigen.
Zusammengequetscht zu sechst in einem Taxi, fuhren wir über holpriges Strassen, 40 Minuten raus in den Wald zur Comunidad Waisayacu. Die Rückfahrt wurde auf 15:00 Uhr vereinbar, den Telefonsignal gibt es da draussen nicht. Die Laguna Azul, an der Flussmündung zum Jatunyacu bietet in fast unberührter Wildnis 5 natürliche Pools die zum verweilen, schwimmen und Wasserspringen einladen. Paradisisch.

Louisa’s Verhängnis

Louisa's Verhängnis

8 Stunden nach dem tragischen Tod. (Archivbild sa)

Louisa, 14 Stunden jung, wurde draussen im Garten unter der neuen Gartenbank mit 1312 weiteren Larven liebevoll aufgezogen. Und sie war eine der wenigen die es bis zur Fliege geschafft hat.
Als tausendfache Mutter und geschickte Nervensäge, lebte sie mehrere Stunden aktiv im Garten des Studentenhauses in Tena und nervte Tier und Menschen. Im fortgeschrittenen Alter von 14 Stunden wurde sie trotz Warnungen von ihren Kolleginnen ins unnatürliche Licht verführt. Scheinbar ein Ort wo kleinste Verwesungsteile im Überfluss zu finden seien. So ward es auch, und sie fand wunderbare Zuckerkrümmel und Speiseresten. Doch der Heimweg ward Ihr nach dem vollen Buffet verwehrt. In einem verzweifelten, hoffnungslosen Kampf versuchte sie eine Lücke im Fenster-Gitter zu finden; hinaus in die Freiheit. Scheinbar hatte sie den Weg, den sie gekommen ist vergessen. In der Stunde 12 03′ 19“ Erlag sie dem Erschöpfungstod und trocknete langsam auf der Fensterbank aus.

Hausreinigung Ferienbeginn

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Es war eine strenge Woche für alle. Prüfungen, Schulbesuche. Und als Schlussbouquet zierten Schulabschlussfeiern in den Schulen und unsere, eher weniger beliebte, obligate Hausreinigung.
Die Schulfeiern waren früher fertig als geplant und bescherten uns mit etwas Extrazeit. Das Haus wurde gemässe Einsatzplan komplet, zu heisser Bachata Musik, gereiningt. Decken, Wände, Möbel, Böden, alles wurde entstaubt, geschruppt und blitzblank zurückgelassen.

Dank bestem Einsatz aller Stundenten konnten wir um 15:30 Uhr nun wirklich die Schulferien, die entspannten Zeiten einläuten.
Euch allen gute, erholsame und gute verdiente Schulferien.

 

Examen

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Wir sind in der letzten Woche der Schule. Examen. In den letzten Wochen wurde fleissig gelernt. Die ersten Prüfungsresultate sind schon vorhanden und die sehen gut aus. Die harten Lernzeiten scheinen sich gelohnt zu haben.
Vor dem Wochenende wird dann noch das ganze Haus gemeinsam gereinigt und dann ab in die lang ersehnten Ferien. Auch für mich wird es dann ruhiger und ich freue mich auf ein paar entspannte Tage.