Ein Traum wird wahr

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Vor etwa 3 Jahren hatte ich einen Traum. Einen Traum über einen Ort draussen im Wald, jedoch in der Nähe eines Zentrums. Ein Haus wo sich viele verschiedene Leute begegnen können. Ein Ort wo gelernt wird und gegenseitig Wissen ausgetauscht wird, wo der indigenen Bevölkerung, wenn auch nur in kleinem Rahmen, mitgeholfen werden kann. Nichts religiöses, nichts fanatisches. Einfach ein Heim zum Wachsen, in akademischer aber auch persönlicher Hinsicht.
Die Bilder waren ziemlich klar und vorallem, sie reflektieren den Ort den ich nun wirklich vor einem Jahr gefunden habe, ein Grundstück in Guinea Chimbana.
Der Weg dahin war streng und voll von Umwegen, Baustellen und Momenten wo ich am liebsten alles hingeschmissen hätte. Trotz allem oder warscheinlich gerade deswegen, habe ich extrem viel für mich selber gelernt.
Seit einem Monat haben die Arbeiten begonnen. Die Zugangstrasse wurde gebaut. Die Fundamente für das Haus gelegt und die Pläne und Kostenzusammenstellungen erstellt. Dies alles auf schondendst möglichem Weg. Grosse Bäume wurden umfahren, Erde so wenig wie möglich verschoben. Nur ein Bruchteil des Grundstückes wird bebaut, nur wenige Bäume gefällt. Der Rest soll so naturbelassen wie möglich bleiben und ein kleines parkähnliches Erhohlungsgebiet werden.
Noch ist alles in Arbeit, aber ich bin zuversichtlich, das bis April 2020 das Projekt steht und bezogen werden kann. Ein neuer Ort für viele, unzählige neue Möglichkeiten, für hoffentlich viele Menschen. www.saberycrecer.org

Familienbesuch aus der Schweiz (2)

9. November bis 18. November
In Guayaquil ging die Reise weiter. Meine Schwestern haben mich für eine Weiterreise nach Peru eingeladen. Eine Reise durch Peru war schon lange auf meiner Wunschliste aber auf Grund der Arbeiten hier bis anhin nicht möglich.
Ein interessantes, spannendes Reiseprogramm erwartet uns:
– Lima, Hauptstadt von Peru
– Flug nach Cusco und Reise ins Heilige Tal, Urubamba
– Ausflüge Salineras de Maras, Gärten von Moray
– Weiterfahrt nach Ollantaytambo, Yugfahrt nach Aguas Calientes
– Machupicchu als Highlight
– Bahnfahrt nach Cusco
– Ausflüge in Cusco
– Busfahrt nach Lake Titikaka
– Ausflüge auf dem Lake Titikaka, Inseln Uros und Taquile
-Rückflug nach Lima
Die Reisen waren begleitet und sehr spannend. Peru hat mir sicherlich mehr geboten als ich erwartet habe. Und dies in entspannter, familiärer Begleitung. Es war schön mit meinen beiden Schwestern zu reisen, uns auf neues kennen zu lernen. Herzlichen Dank.

Familienbesuch aus der Schweiz (01)

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28. Oktober bis 09. November (Erste Etappe)
Eigentlich war diese Reise schon lange geplant gewesen, aber irgendwie war der Moment, als ich meine beiden älteren Schwestern in Quito für eine Weiterreise in Ecuador abholen konnte, fast irreal.
Freude teilen, alte Geschichten aufwärmen, viel Zeit zusammen zu haben, gemeinsam reisen, meiner Familie meine in zwischen vertraute Umgebung zu zeigen, war überwältigend.
Erst Etappe war Tena und Umgebung; Erlebnisse im Regenwald und die Möglichkeit mein Tun und meine Freunde vorzustellen.
Danach ging es in die Berge, nach Baños, Alausi, Cuenca und schlussendlich nach Guayaquil, der Ausgangspunkt für die Weiterreise nach Peru.
Ich denke die Bilder sprechen für sich.
Herzlichen Dank an euch Rosa und Clara.

Generalstreik in Ecuador (Paro)

Stell dir vor die Schweizerbehörden verdoppeln über Nacht die Benzinpreise. Zusätzlich, werden alle Löhne der Staatsangestellten um 20% reduziert (Polizei, Lehrer, Ärzte, Pfelger, etz), ausser die Löhne der Politiker. Und auf alle Neueinstellungen von Mitarbeitern werden 2% mehr Abgaben verlangt.
Die Schweiz würde auch in Flammen stehen.

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Was hier unter diesem Regime passiert ist unter jeder Würde, zersört die sonst schon geschwächte Wirtschaft und raubt einem wunderschönen, eigentlich reichem Land, die Zukunft.
In diesem Land leben der Grossteil der Bevölkerung am Existensminimum. Die Verzweiflung ist gross und dadurch auch die Gewaltbereitschaft.

Glücklicherweise lebe ich in Tena, im Osten des Landes wo die Effekte dieses Generalstreiks spürbar sind, jedoch nicht diese Agressivität herrscht.
Die Bewegungsfreiheit ist komplett eineschränkt, denn es fahren keine Busse und oft auch keine Taxies. Foodtransporte bleiben aus. Und wenn jemand versucht trotzdem zu reisen wird man durch unzählige Strassensperren behindert.
Noch geht es uns gut. Das einzige was mich etwas besorgt ist die Beschaffung von Nahrung. Wasservorräte haben wir angelegt, aber frisches Essen, welches hauptsächlich aus den Berggregionen kommt, gibt es kaum mehr.
Wir harren aus und hoffen, dass sich das Blatt in nächster Zukunft wendet.
Dass sich eine vernünftige Regierung finden lässt die dieses Land aufbaut und nicht ausraubt.

 

 

Generalstreik Ecuador

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Regionalbusse in Tena aufgereiht. Bis auf weiteres fahren keine Busse mehr.

Wie ihr vielleicht aus den Nachrichten entnommen habt, hat die Bevölkerung einen Generalstreik in ganz Ecuador einberufen.
In den Grosstädten kam es zu gröberen Ausschreitungen. Auch hier in Tena herrscht Spannung aber es ist relativ ruhig. Es gibt keine Taxis mehr, keine Busse mehr, eigentlich wird alles angenehm ruhig. Man bleibt somit zuhause, denn Reisen ist unmöglich. Auch nicht mehr mit Privat-Auto, denn Strassenbarikaden lassen komerziellen und auch privaten Verkehr nicht mehr passieren.
Das einzige was uns etwas beunruhigt ist das Essen. Die Gestelle in den Läden leeren sich allmählich. Wie immer auch, Angst, dass es kein Essen geben wir haben wir nicht, denn Bananen und Mañok, Regionales Essen, gibt es genug hier.

 

Reiseantritt Schweiz

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Wiederum steht eine Reise in die Schweiz an.
Vom 15. August bis Anfang September werde ich zusammen mit Byron Chimbo, Freund und indigener Kichwa, in der Schweiz weilen. Ich freue mich auf ein Wiedersehen mit Familie und Freunden und auf etwas Zeit zum ausspannen, aber auch um alte Pfade gehen zu können.
Ein Grossteil des Aufenthaltes möchte ich jedoch auch nutzen um meine heranwachsende Stiftung SABER Y CRECER presentieren zu können. Hier steht noch viel Arbeit an.
Letzte Besuche bei Freunden und Familien macht mich etwas wehmütig, ist doch diese Welt schon ein wichitiger Bestandteil meines Lebens geworden.

 

Wachsen mit dem Projekt SABER Y CRECER

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Mit jeder Aufgabe und Herausforderung hier im Regenwald und mit dem Aufbau des Projektes SABER Y CRECER, wachse ich ein bisschen mit.
Oft scheint mir das ganze über den Kopf zu wachsen und ich hinterfrage meine Aufgabe. Macht dies Sinn, wieviel bringt das, ist da noch Zeit genug für mich selber.
Und dann kommen immer wieder diese aufbauenden Momente. Wie zum Beispiel die erfolgreichen Abschlüsse von den beiden Kochlehlingen Romel und Erika und das Dankesfest mit den Familien draussen in den Dörfern.
Dies sind Momente die mich stolz machen, die unseren Einsatz, zusammen mit den motivierten Volontären, bestätigen.