Mushullakta. Gemeindebesuch weit draussen im Wald

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Durch Claudia, die eine Arbeit über die Veränderungen der einheimischen Kituwa Bevölkerung durch äussere Einflüsse unserer Kultur schreibt, hatte ich die Möglichkeit zusammen mit Ihr das Dorf Mushullakta zu besuchen.
Eine spannende Busfahrt auf ausgewaschenen Pfaden, über morsch erscheinenden Brücken und fast unwegsamen Pfaden führte uns durch den endlos scheinenden Wald in das kleine Dorf ganz am äusseren Zipfel der Gemeinde Archidona. Der anhaltende Regen hat diese Fahrt noch abenteuerlicher erscheinen lassen. 
Mushullakta schien ausgestorben als wir beim strömendem Regen zu fuss auf der Anhöhe ankamen.
Einzig  ein junger Herr, der gerade den Vorplatz des Gemeindehauses fegte, schien vorort zu sein. Er begrüsste uns freundlich. Claudia hatte für heute ein Gruppeninterview mit der Dorfbevölkerung angefragt. Wie es so hier in Ecuador abläuft kamen so alle paar Minuten jemand vorbei, stellt sich vor und verschwand wieder. Und nach so zirka zwei Stunde haben sich tatsächlich eine Gruppe von 8 Leuten versammelt.
Es war spannenden Claudia bei Ihrer Arbeit zu begleiten und beobachten. Die Reaktionen und und Problematiken der Bevölkerung anzuhören. Am Nachmittag machten Claudia und ich noch einen Spaziergang durch und um das Dorf. Eine grosse, baumlose Grünfläche, etwa 2 Fussballgeld gross, gesäumt von ein dutzend Hütten und einem Schulhaus bildet das eigentliche Dorf. Darum herum verstreut befindend sich weitere, weit verstreute, Hütten. Das Dorf steht auf einer Anhöhe umgeben von einem unendlich erscheinendem Wald.
Seit 2 Jahren haben sie hier auch Strom und 6 Strassenlampen säumen den Dorfplatz.
Eine angenehme einladende Ruhe umhüllt einem hier. 
Juan hat uns abend zu seiner Familie eingeladen zum Essen, denn im Dorf gibt es weder einen Laden noch ein Restaurant.
Im Gemeindehaus wurde uns eine Schlaf-Unterkunft eingerichtet. In seiner einfachen Hütte, bestehend aus einer Küche und einem Schlafraum bereitete Juan und seine Frau uns ein wunderbares Nachtessen zu. Reis, Bananen und etwas gehaktes Fleisch.

Für den nächsten Tag war eine 2 tägige Wanderung im Naturschutzgebiet vorgesehen. Der Dauerregen jedoch lies dass nicht zu. Juan hat uns zu einem üppigen Frühstück eingeladen. Warmer Bananensaft, Reis, fritierte Bananen und Speigeleier. Dazu gab es das Teegetränk Guayusas. Wir haben uns danach entschieden wieder zurückzureisen, denn der Regen schien nicht aufzuhören. Wir werden wieder zurückkommen um zumindest die vorgesehene Wanderung noch nachzuholen.

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