Cédual: Letzter Akt

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Mein Plan ware es, einen Schritt weiterzukommen im Integrationsprozess. Ich wurde informiert dass dieser Prozess noch mindestens 2-3 Tage brauchen werde. So nahm ich Donnerstag Nacht um 1.30 Uhr den Bus von Tena nach Quito. Um 7 Uhr morgens kam ich in Quito Quitumbe an. Da war gerade genug Zeit zu frühstücken und mich dann beim ersten Amt, Ministerio de Estranjeria anzustellen. Mein Ziel war es meinen Pass wieder zurück zu kriegen. Für die weiteren Schritte müsste ich dann eben wieder weitere male die beschwerliche Busreise in anspruch nehmen. Jedoch nach einer halben Stunde kriegte ich, schneller als erwartet, meinen Pass zurück, nun mit dem neuen Visum. Da ich schon da war, nahm ich gleich den nächsten Schritt in Angriff; die Beantragung meiner ID Karte (Cédula) für Ecuador. Also erstellte ich Kopien meines neuen Visas und stellte mich nochmals am selben Ort an, nun mit dem Antrag für eine Cédula. Auch dies erledigte sich überraschend schnell. Um jedoch meine Cédula zu erhalten brauchte ich nun auf ein anderes Amt zu gehen, zum Personenregistrationsamt (Registro Civil). Schnell meine neuen Dokumente bündenln und los mit dem nächsten Taxi durch die Stadt. Das Registro Civil ist ein riesen Komplex mit hunderten von Leuten, Schaltern und Warteräumen. Etwas überfordert fragte ich den erst besten Guardia, Señor Ponce, wo und wie ich mit was anfangen soll. Er informierte mich freundlich über all die verschiedenen Schritte und wollte wissen woher komme: Suiza, Ahhh, ich habe Freunde da, war aber noch nie da, informierte er mich stolz. Und so plauderten wir kurz.
Dann ging es los: Also, erst diese soeben erhaltenen Dokumente im Sekretariat auf Echtheit überprüfen lassen. Kolonne anstehen. Dann auf der Strasse draussen weitere Kopien, dieser neuerhaltenen Dokumente, erstellen. Wieder Kolonne anstehe bei der Federal Bank. Hier 6 USD einbezahlen und mich an der nächsten Kolonne anstellen. Das ging alles gut vonstatten.
Am Schalter 21 wurden alle Dokumente aufgenommen, eingetragen und alle meine persönlichen Daten nochmals aufgenommen und mit Fingerabdrücken, Portraitfotos ergänzt. Da mein Passausstellort Zug nicht in ihrem Register zu finden war, musste ich, natürlich gegen eine Gebühr von 10.- USD,  Zug als Stadt eintragen. Also wieder Kolonne anstehen bei der Bank und den Betrag von 10.- USD einbezahlen, Zurück mit der Bankquittung an Schalter 21 musste ich mit meiner Unterschrift bestätigen, dass die Stadt Zug wirklich existierte. Als dies alles erfasst war wurde ich informiert, dass ich in 4 Stunden wieder zurückkommen soll um meine Cédula abzuholen.
Ich glaubte dem Beamten nicht so recht. Kam jedoch wie beordered genau um 15:10 zurück zum Registro Civil, Schalter35. Da war keine Schlange und kaum wartende Leute. Also fragte ich scheu nach, ob ich hier richtig sei um meine ID abzuholen?“
Die Dame schaute mich prüfend an:“ Señor Andermatt?“, und streckte mir mit einem freundlichen Lächeln meine, neue, blizt blanke ID hin. Woah 🙂
Als ich das Gebäude verliess, traf ich Señor Ponce, der Guardia, wieder. Freudig zeigte ich ihm meine meue ID und bedankte mich bei ihm. Ahhh, meinte er, jetzt sind sie also Ecuadorianer und Schweizer. :-). Nicht ganz: korrigierte ich ihn. Schweizer Ecuadorianer wäre richtiger 🙂
Und überglücklich über diesen sehr erfolgreichen Tag verliess ich das Gebäude, raus in den strömenden Regen. Aber das war mir jetzt egal.

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