Leben draussen im tiefen Jungel

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Das Leben hier scheint immer langsamer zu werden. Die Tage beginnen mit dem Licht um 6 am und die Müdigkeit stellt sich abends um 6pm langsam ein, Zeit zum Ruhen. Dieser natürliche Rythmus, Leben mit und inmitten der Natur, kreiiren jeden Tag bewusst und 100 Prozent real.
Ich fühle mich priviligiert in meinem kleinen, simplen Häuschen, draussen in der Wildnis, leben zu können; minimaler Confort, kalte Dusche, Strom wenn es hat. All diese auf ersten Bilck Unannehmlichkeiten entschleunigen die Tage und bescheren eine unglaublich Lebensqualität. Mir scheint ich rannte durchs Leben, nur weil jemand anders schnelle rennen könnte und mir hätte zuvorkommen können. Druck Wettbewerb, Konkurenz. In dieser alten Welt hat sich für mich ein ungesundes Tempo eingestellt, dessen ich mir erst hier richtig bewusst werde.

Natürlich sitze ich nicht den ganzen Tag im Haus und träume. Verschiedene Aufgaben füllen meine Tage. Für die Tierauffangstelle AmaZoonico arbeite ich als Guide (führe englisch,- und deutschsprechende Touristen durch die Tierauffangstelle) und übernehme Arbeiten wo nötig. An Wochenenden koche ich für das ganze 15-20 köpfige Team.
Auch für die Liana Lodge springe ich ein bei Engpässen.
Zwischenzeitlich überarbeite ich das ganze visuelle Konzept für den Amazoonico. Desweiteren bin ich immer noch vertieft in Aufbau des Projektes Finca Lisa, ein Wiederaufforstungsprogramm für SelvaViva.
Zusätzlich helfe ich mit bei Administrativen Arbeiten, aktuell bei der Registrierung der Nonprofitorganisation Fundacion Selva Viva Ecuador.

Doch immer finde ich Zeit für mein tägliches Yoga, Momente zum lesen und meine Spanischkenntnisse zu vertiefen, aber auch die Tiere, insbesondere Affen und Insekten zu beobachten und die Abendruhe zu geniessen.

Also langweilig wird es hier nicht in diesem abwechslungsreichen Umfeld.
Mein grosses Ziel ist sicher das Aufforstungsprogramm Selvav Viva auf die Beine zu stellen. Eine Arbeit die bestimmt 2-3 Jahre dauern wird bis sie übergeben werden kann und hoffentlich als selbstragendes Projekt über viele Jahre weiterexistieren kann.

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Ein Kommentar zu „Leben draussen im tiefen Jungel

  1. Liebster Sigi,

    wie schön, von dir zu lesen!
    Habe länger nicht mehr auf deinen Blog geschaut und bin heute zufällig wieder drauf gestoßen.
    Ich bewundere es echt, dass du es geschafft hast, dich von der „Wettbewerbsgesellschaft“ so ganz loszureißen! Und ich beneide dich sehr um dein Leben, was du jetzt führst!
    Ich für meinen Teil habe endlich einen total interessanten Studiengang gefunden und bin hier echt glücklich! Auch wenn ich dennoch nicht das letzte Mal in Ecuador war 😉

    Ich sende dir ganz ganz liebe Grüße aus Triesdorf
    Machs gut
    Luisa

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