Zeit- und Rasterdenken

 

tena_by_sam_8389
Zeit für eine Naturmassage unter dem Wasserfall Latas in Misahualli

Vorletzten Sonntag habe ich ofizielle meine Arbeit als Voluntär-Leiter des Studentenhauses abgegeben. Die letzten Wochen glichen einem Endspurt. Die Registrierung der Studenten hat sich schwieriger herausgestellt als ich erwarted habe. Die Anforderungen vom Schulsystem wurden wieder angepasst und ich konnte mich nicht auf die Erfahrungen der letzten Jahre verlassen.
Es ist fast unglaublich wie viele Dokumente und Utensilien immer und immer wieder vorgelegt werden müssen. Dokumente notariell beglaubigen lassen müssen, von Studenten die schon seit mehreren Jahren in die selbe Schule gehen, fühlt sich als Provokation an.Aber ich habe es geschafft und alle Studenten sind registriert und in den richtigen Klassen.

Es hat mich wieder mal gelernt Zeit und Rasterdenken einfach fallen lassen zu müssen und sich einem System hingeben. Ob das gut oder schlecht ist sei dahingestellt. Wir sind uns gewohnt in unserer zeitlich perfekt getakteten Welt alles geplant ablaufen zu lassen. Wir verlassen uns darauf, dass alles zuverlässig nach Plan erledigt wird. Aber hier läuft das anders. Sachen werden erledigt, wenn die Zeit kommt. Das mag vielleicht nicht so rationell sein, lässt jedoch Dinge zur passenden und richtig gefühlten Zeit geschehen.
Ob ich genervt in langen Schlangen anstehe oder entspannt, lässt mich nicht schneller vorankommen. Im Gegenteil. Genervt zu sein kostet enorm viel Energie.

Auch meine Wohnungssuche hat sich auch als eine gute Lehre betreffend Rasterdenken und Zeitstress bewährt.
Mein Gefühl sagte mir, dass alles irgendwie aufgehen werde. Mein Kopf jedoch stresste mich Tag und Nacht über was und wie und wo alles weitergehen soll, nach dem Abschluss meiner Arbeiten im Studentenhaus. Am letzten Tag, am Tag der Übergabe meiner Voluntärsarbeit bekam ich morgens um 7 einen Anruf. Sigi ich hab ne tolle Wohnung für dich. Um 7:30 hab ich diese besichtigt. Uns sie war perfekt. Um 8 Uhr wurde bei der Vermieterin den Vertrag unterschrieben, um 9 die wichtigsten Möbel gekauft und um 11 gleichentags bin ich eingezogen. Alle meine gestressten Gedanke in den Vorwochen waren umsonst. Es hätte nicht besser passieren können. Es kam so wie es sein musste.

Also seit Anfang September sitze ich nun zufrieden in meiner neuen Wohung. Freiwilligenprojekte gibt es noch viele. Die vielen Kontakte die ich in den letzten Jahren aufbauen konnte geben mir Zugang zu vielen Leuten die meine Unterstützung suchen und schätzen. Auch bin ich in Verhandlungen, weiterhin mich für das Projekt eingeben zu können. Aber erst geniesse ich meine Pause.  Ich hab viel Zeit, Zeit für mich. Zeit die ich schon lange für mich hätte nehmen müssen.

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