Unfreiwillige Ecuador-Reise

ambato_ambulancia_IMG_3989
6 stündige Nachtfahrt mit der Ambulanz nach Ambato

Eigentlich wollte ich ein ruhiges Wochenende verbringen. Jedoch erreichte mich am frühen Morgen ein Anruf meiner Kollegin Elisabeth aus PukaUrku.
Sie hat sich ihr Fuss gebrochen und liegt im Spital.
Zusammen mit Byron gingen wir in ihr Haus um ihr die wichtigsten Sachen für ihren Spitalaufenthalt zu bringen.
Im Spital wurden wir jedoch informiert, dass Elisabeth nach Ambato transferiert werden muss und dass die Ambulanz schon unterwegs sei.
Aus rechtlichen Gründen muss bei einer Ambulanzfahrt immer ein Familienmitglied dabei sein. Da dies nicht verfügbar war, sind ich und Byron schnell eingesprungen. Ich als Ehemann und Byron als ihr Sohn. Obwohl dies eigentlich ganz offensichtlich nicht stimmt wurde vom Spital eingewilligt.
Aufgrund von heftigen Erdrutschen und verschütteten Strassen hat sich die Ambulanz fahrt von 3 auf 6 Stunden verzögert.
3:00 Uhr morgens kamen wir dann endlich im JESS Spital in Ambato an. Ein uneinladender riesiger Komplex den ich hoffentlich nie als Patient besuchen muss.
Als Elisabeth dann endlich einquartiert war und ich das Zimmer verlassen wollte war kein Mensch auf der Etage um mich aus diesem labyrinthartigen Spital herauszubegleiten.
Nach ca. 15 Minuten ratlosem umherirren in diesem Menschenleeren Spital, fand ich endlich Byron der inzwischen im Wartesaal eingeschlafen war.
Da eine Rückfahrt wegen den verschütteten Strassen unmöglich war suchten wir uns morgens um 4 am ein Hotel.
Um dies nicht als an stressiges Erlebnis in Erinnerung vertiefen zu lassen, haben wir uns kurzfristig entschieden die Stadt Ambato für 3 Tage zu geniessen.
So, letztendlich war aus dem ganzen ein für uns ein spezielles spannendes Erlebnis geworden.
Nur wenige dürfen eine Nacht lang in einer Ambulanz duch Ecuador kurven 🙂

Advertisements

Ein Kommentar zu „Unfreiwillige Ecuador-Reise

  1. Lieber Sigi, vor ein paar Wochen habe ich Deine Seite entdeckt. Ich finde das ganz toll was Du machst. Erinnerst Du Dich noch an mich. Ehemalige Mitarbeiter bei DR. Schlegel :-)… Bist Du inzwischen in der Schweiz?
    PS: War vor über 30 Jahren auch in Banos und Misahualli :-)) bei meiner Südamerika Reise…ganz liebe Grüsse Antonia

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s