Vom Traum zur Realität

Die SUVA war nicht dabei

Es begann mit einer verrückten Idee. Die Idee, mein eigenes Bildungszentrum hier in Ecuador zu gründen. Nach all den Erfahrungen und Kenntnissen, die ich durch meine Arbeit für verschiedene Stiftungen hier in Ecuador gesammelt hatte, war ich bereit, diesen Schritt zu wagen.
Mit einem Team von drei Personen machte ich mich daran, diese Idee zu konkretisieren. Wir gründeten eine Stiftung hier in Ecuador, um dem Projekt die richtige Basis zu geben. Dieser Schritt gab mit die Kraft für den initialen Kick, diesen Traum wirklich zu verwirklichen.
Leider verlor das Team sehr bald das Interesse. Und das mitten in den ganzen Vorbereitungen. Dieser Rückschlag war für mich nur schwer zu verkraften, dennoch entschied ich mich, an diesem Traum festzuhalten und beschloss mit aller Kraft, dieses Projekt alleine durchzuführen. Mit der Hilfe von guten Freunden und Volontären erhielt ich eine starke Unterstützung, um diese Vision zu verwirklichen.
Anfang 2019 kaufte ich ein hügeliges, wildes, 5,7 ha großes, Grundstück, reiner Primerwald, in der Nähe von Tena. Nun, da ich die Geografie des Grundstücks kannte, konnte ich das Projekt endlich klar planen. Die Erkundung des Geländes war nicht einfach, war es doch dicht bewachsener, fast unpassierbarer Urwald.
Im November 2019 war es dann an der Zeit, das Projekt zu konkretisieren. Der Bau einer Zufahrtsstraße. Nachdem ich monatelang mit den örtlichen Behörden verhandelte und sie gebeten hatte, mir beim Bau der Zufahrtsstraße zum Gebäude zu helfen, musste ich diese Bemühung aufgeben. Mir wurde auf indirektem Wege mitgeteilt, dass es ohne Bestechungsgeld keine Aktionen geben wird. Das war klar.
Ich beauftragte unumgehend eine Privatfirma damit, die 250 m lange Zufahrtsstraße auf eigene Kosten zu bauen. Es war eine ziemliche Herausforderung auf diesem schwierigen, hügeligen Gelände.
Während dies im Gange war, beauftragte ich einen Bauunternehmer mit dem Bau des Hauses. Ich habe alle Pläne gezeichnet und einen Vertrag aufgesetzt. Festgelegt war eine Bauzeit von 5 Monaten. Dann kam COVID und alles kam anders . . . Mangel an Baumaterialien, Ausgangssperren die es den Arbeitern nicht erlaubte zu reisen, steigende Preise und mehr, zeichneten einen düsteren Ausblick. Aber rund um diese Herausforderungen schafften wir es, fokussiert und flexibel zu bleiben, um neue Wege zu finden. Und das ist uns auch gelungen.
Hier in Ecuador ein Haus mit unserem Schweizer-Standard im Kopf zu bauen, kann einen fast in den Wahnsinn treiben.
Aber das Endergebnis ist das, was wichtig ist. Für ecuadorianische Verhältnisse, denke ich, haben wir ein hervorragendes Haus gebaut.
Herzlichen Dank an allen Beteiligten.

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