Vortrag über meine Arbeiten im Regenwald

Gestern Montag Abend hatte ich die Gelegenheit das Projekt SABER Y CRECER in der Kirche St. Wendelin in Allenwinden vorzustellen.
Das grosse Interesse und die zahlreichen Besucher haben mich sehr überrascht.
Durch Erzählungen, Videoklips und mit Gegensänden der Kichwa Indios, konnte ich den Besuchern einen kleinen Einblick in die faszinierende Welt des Amazonas Regenwaldes und deren Kulturen geben.
Herzlichen Dank den Organisatoren und allen Besuchern für das rege Interesse und Mitwirken.

Workshop in der Gemeinde Sardinas

Das Ziel von SABER Y CRECER ist es die Zerstörung des Regenwaldes durch Bildung zu einzudämmen. Dies durch Berufsbildung und Weiterbildung der lokalen Bevölkerung. Diese Sensibilisierung jedoch ist schon von jung auf wichtig. Wenn du mitten im schier unendlichen Wald aufwächst macht der Aufruf „schützt den Wald“ kaum Sinn. Meine Stellvertreterin, Maritza, zusammen mit einem Team und den Studenten vom Studentenhaus PAKASHKA SACHA hat daher einen Workshop auf die Beine gestellt.
Leider konnte ich nicht dabei sein.

Der erste Workshop, finanziert durch Spenden von SABER Y CRECER wurde diesen letzten Samstag in der Cumunidad Sardinas durchgeführt. Und dies nicht einfach durch mahnende Vorträge, nein. Durch Aufklärung, Austausch und Diskussionen, durch Spiel, Malen und Basteln in der Gruppe wurde das Thema der eigenen Kultur und der Wichtigkeit der Natur aufgezeigt. Es wurde den Teilnehmern Bewusst gemacht dass es sich lohnt unserer Umwelt und Kultur nachhaltig zu nutzen und zu pflegen. Um diese Lebensgrundlage somit für uns selber, aber vor allem für die kommenden Generationen zu erhalten.


Herzlichen Dank Maritza und an das ganze Team für diese eindrückliche Arbeit.

Erster August

Eine herzliche Überraschung. Der Schweizer Nationalfeiertag, der erste August, wurde auch im Studentenhaus in Guinea Chimbana gefeiert. Diese spontane Geste der Studenten freut mich umso mehr.
Eine schöne Feier wünsch ich euch.

Vortrag

Sigi Andermatt aus Allenwinden hat vor 7 Jahren seine Werbeagentur in Baar geschlossen und ist als Volontär nach Ecuador gegangen. Inzwischen leitet er sein eigenes Projekt SABER Y CRECER zur Förderung und Unterstützung der indigenen Bevölkerung im ecuadorianischen Regenwald im sozialen und Bildungsbereich. 

Die Pfarrei Allenwinden unterstützt sein Projekt und freut sich, dass Sigi Andermatt uns nun aus erster Hand über sein Wirken in Ecuador informiert. Mit Kurzfilmen, Anschauungsmaterial und persönlichen Ausführungen erhalten wir einen Einblick in seine Arbeit und das Leben der Kichwa Indianer. Mit einem traditionellen «Tee Guayuza» lassen wir den Abend ausklingen.

Schulabschluss Widinson

Widinson habe ich schon seit meinem ersten Einsatz im Studentenhaus in Tena hier in Ecuador begleitet.
Ein aufgestellter, intelligenter aufgeweckter Junge.
Nicht immer ging alles Gut und einige Druchhänger haben mich manchmal befürchten lassen, dass Widinson seinen Schulabschluss nicht schaffen würde. Schwierige Umstände haben dazu geführt, dass er auf Grund seines Verhaltens nicht mehr unterstützt wurde.
Das einzige was ich zu diesem Zeitpunkt Widinson bieten konnte war eine immer offene Tür hier im Studentenhaus PAKASHKA-SACHA, falls er bereit ist sich wieder für seine Ausbildung voll einzusetzen würde.
Und Widinson hat diese Chance genutzt, aus eigener Initiative. Ich bin sicher das war nicht leicht für ihn, und dafür bewundere ich ihn.
Widinson konnte seinen letzten Schulabschnitt zusammen bei uns im Studentenhaus AKASHKA-SACHA absolvieren. Und sein Einsatz war vorbildlich. Dies in schulischer Hinsicht aber auch beim anpacken und Mithelfen hier im Studenten Haus PAKASHKA-SACHA.
Widinson ich bin sehr stolz auf dich und ich weiss dass dein weiterer schulischer-Werdegang ein Erfolg sein wird.
Leider konnte ich bei der Feier nicht dabei sein.

Erzwungener Boxenstopp

Im Juni 2021 musste ich aus gesundheitlichen Gründen Ecuador für eine Zeit verlassen um mich in der Schweiz behandeln zu lassen. Für mehr als 10 Monate kämpfte ich mit Atemproblemen von moderat bis im März 2021 zu wirklich traumatischen Zuständen ins Form von Atemnot und extremer Erschöpftheit,

2 Monate waren geplant um mich in der Schweiz gegen COVID19 impfen zu lassen und vor allem mich medizinisch behandeln zu lassen.
Was vorerst eine Ecuador als Langzeit-Covid diagnostiziert worden war wurde in der Schweiz widerlegt.
Röntgen, CT und Lungenspiegelung zusammen mit weiteren Tests haben nach einem Monat folgendes Krankheitsbild ergeben.

Starke Infektionen der Lungen, Bronchien aufgrund von Schimmelpilzbefall gefolgt von starken Abwehrreaktionen meines Körpers. Dadurch wurde die Sauerstoffaufnahme verringert und das hat bei mir Atemnot verursacht. Glücklicherweise habe ich mich früh genug einweisen lassen und somit eine Dauerschädigung meiner Lungen verhindert. Folgeschäden wären eine Fibrose und damit eine permanente Schädigung der Lungen gewesen. Die jetzigen Schäden sind reversible wenn ich mich einer gezielten Kortikosteroid-Terapie unterziehe.

Die Behandlung erfordert hohe Medikamentöse Dosierungen um die Entzündungen zu eliminieren. 2 wöchige Arztbesuche sind dadurch erforderlich um eventuellen Nebenwirkungen schnellstmöglich vorbeugen zu können.
Monatlich werden CT’s erstellt um die Veränderungen und hoffentlich die Verbesserungen der Lungen zu motorisieren. Die Therapie wird mindestens 6 Monate dauern.


Was mich am meisten erschüttert ist, dass vor einer Rückkehr nach Ecuador dringend abgeraten wurde. Zumindest während der Therapie aber auch danach, da mein Körper scheinbar sehr anfällig auf Pilzbefall reagiert.

Die Fakten sind da. Was ich genau mit all dem machen will ist mir momentan noch unklar.
Klar jedoch ist, dass meine Gesundheit vorgeht.
Ich werde die Empfehlungen des Arztes klar befolgen und hoffe eine schnelle Genesung.

Aufgrund dieser unerwarteten Situation fallen natürlich diverse neuen Aufgaben an.
Abklären meiner Wohnsituation.
Rückflug verschieben oder annullieren
Das ganze Projekt in Ecuador auf die neue Situation einspielen und entsprechende Vertretung zu finden.
Für diese Zeit eine Arbeit finden sodass ich meinen Aufenthalt und die Mehrkosten in Ecuador finanzieren kann.

Alles in allem hat mich das etwas durchgeschüttelt. Aber ich nehme es als Herausforderung an und ich werde diesen Aufenthalt entsprechend positive Nutzen.

Zuhause Zuhause

Versuche 2 Welten für mich zu verbinden.

Das umstellen war nicht leicht, war ich doch die letzten 15 Monate nur draussen im Wald. Mehrheitlich krank und eingeschränkt.

Der Kulturschock war gross und doch sind mein Zuhause, meine Wurzeln unverkennbar. Eine liebevolle Familie und Freunde zu haben, ein Umfeld das mich unterstützt und dies an einem der sichersten und wahrscheinlich schönsten Ort auf dieser Erde ist ein riesen Privileg. Etwas das viele Leute hier als klare Selbstverständlichkeit annehmen. Politische Sicherheit, Zuverlässigkeit, intakte Natur rundum.

Dies sind alles Faktoren die wir uns natürlicherweise gewöhnen. Doch wir sollten und immer bewusst bleiben das diese Faktoren unsere Lebensqualität zu einer der besten auf dieser Welt machen und nicht selbstverständlich sind sondern Privilegien sind. 

Die meisten Leute in Ecuador sind glücklich. Dies weil sie sich mit dem was sie haben zufriedengeben. Aber auch da wird es immer schwieriger weil durch die neuen Medien plötzlich Bedürfnisse geweckt werden, Sachen gezeigt werden, die sie wahrscheinlich nie erreichen können. Und dabei wird das was sie haben vergessen. 

Arm ist nicht der der wenig hat
sondern der
der nie genug bekommen kann.


Das kennen wir doch. Der Hans im Schnäggeloch.

Spaziergang in Pakashka-Sacha

Das Studentenhaus Pakashka Sacha

Im ersten Jahre konnten wir auf dem Gelände von PAKASHKA-SACHA ca 4 km Wanderwege erstellen. Das sehr hüglige Grundstück weist über 100 m Höhenunterschiede auf. Aus kleinen Tälern zu weit offenen Aussichtspunkte gibt es auf diesem relativ kleinen Grundstück von fast 6 ha viel zu sehen und zu erleben. Dies mit einer Kamera festzuhalten ist fast unmöglich. Und doch möchte ich hier einen kleinen Einblick in diese wilde Welt geben. Ich werde meine täglichen Spaziergange hier vermissen.

Ziel ist es, diese kleine Welt weiter auszubauen und dies für uns aber auch für die lokale Bevölkerung zugänglich zu machen. Ein kleines Naherholungsgebiet.

Grundstück PAKASHKA-SACHA mit Wanderwegen und Wasser

Interview

Das Studentenhaus PAKASHKA-SACHA hatte die Möglichkeit sich zusammen mit dem Kanton Napo und der Fernsehstation AllyTV kurz vorzustellen. 

Es war uns möglich der lokalen Bevölkerung einen kurzen Einblick zu geben wer wir sind und was wir machen.
Hier einen Einblick in das kurze Video mit AllyTV

Zeit für eine Pause

Baar Dorf Schweiz – Amazonas Regenwald Ecuador

Das Studentenhaus ist fertiggestellt, das Studentenprogramm läuft wie geplant und die ersten Kurse sind rege besucht. All dies dank dem Einsatz von allen Beteiligten, Bauarbeitern, Volontären und Studenten. Danke für die Unterstützung in diesen nicht immer einfachen Zeiten.

Nun aber ist es wichtig für mich, eine Pause einzulegen, etwas Zeit für mich einzuräumen aber auch anstehend Arbeit um das Projekt PAKASHKA SACHA und SABER Y CRECER anzugehen. Sachen die während diesen intensiven Periode angestanden sind und nun endlich auch erledigt werden können. Dafür werde ich Mitte Juni in die Schweiz reisen.

Natürlich freue ich mich riesig darauf meine Geschwister und Familie zu sehen, Freunde zu besuchen und mich einfach wieder mal meinen Wurzeln widmen zu können.

Ich werde es hier im Wald vermissen und ich denke die extreme Umstellung vom isolierten Leben hier draussen im Wald in die intensive Schweiz wird wahrscheinlich nicht ganz einfach sein.

Hier noch ein kleines Kurz-Video über das neue Studentenhaus PAKASHKA-SACHA