Generalstreik in Ecuador (Paro)

Stell dir vor die Schweizerbehörden verdoppeln über Nacht die Benzinpreise. Zusätzlich, werden alle Löhne der Staatsangestellten um 20% reduziert (Polizei, Lehrer, Ärzte, Pfelger, etz), ausser die Löhne der Politiker. Und auf alle Neueinstellungen von Mitarbeitern werden 2% mehr Abgaben verlangt.
Die Schweiz würde auch in Flammen stehen.

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Was hier unter diesem Regime passiert ist unter jeder Würde, zersört die sonst schon geschwächte Wirtschaft und raubt einem wunderschönen, eigentlich reichem Land, die Zukunft.
In diesem Land leben der Grossteil der Bevölkerung am Existensminimum. Die Verzweiflung ist gross und dadurch auch die Gewaltbereitschaft.

Glücklicherweise lebe ich in Tena, im Osten des Landes wo die Effekte dieses Generalstreiks spürbar sind, jedoch nicht diese Agressivität herrscht.
Die Bewegungsfreiheit ist komplett eineschränkt, denn es fahren keine Busse und oft auch keine Taxies. Foodtransporte bleiben aus. Und wenn jemand versucht trotzdem zu reisen wird man durch unzählige Strassensperren behindert.
Noch geht es uns gut. Das einzige was mich etwas besorgt ist die Beschaffung von Nahrung. Wasservorräte haben wir angelegt, aber frisches Essen, welches hauptsächlich aus den Berggregionen kommt, gibt es kaum mehr.
Wir harren aus und hoffen, dass sich das Blatt in nächster Zukunft wendet.
Dass sich eine vernünftige Regierung finden lässt die dieses Land aufbaut und nicht ausraubt.

 

 

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Generalstreik Ecuador

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Regionalbusse in Tena aufgereiht. Bis auf weiteres fahren keine Busse mehr.

Wie ihr vielleicht aus den Nachrichten entnommen habt, hat die Bevölkerung einen Generalstreik in ganz Ecuador einberufen.
In den Grosstädten kam es zu gröberen Ausschreitungen. Auch hier in Tena herrscht Spannung aber es ist relativ ruhig. Es gibt keine Taxis mehr, keine Busse mehr, eigentlich wird alles angenehm ruhig. Man bleibt somit zuhause, denn Reisen ist unmöglich. Auch nicht mehr mit Privat-Auto, denn Strassenbarikaden lassen komerziellen und auch privaten Verkehr nicht mehr passieren.
Das einzige was uns etwas beunruhigt ist das Essen. Die Gestelle in den Läden leeren sich allmählich. Wie immer auch, Angst, dass es kein Essen geben wir haben wir nicht, denn Bananen und Mañok, Regionales Essen, gibt es genug hier.

 

Reiseantritt Schweiz

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Wiederum steht eine Reise in die Schweiz an.
Vom 15. August bis Anfang September werde ich zusammen mit Byron Chimbo, Freund und indigener Kichwa, in der Schweiz weilen. Ich freue mich auf ein Wiedersehen mit Familie und Freunden und auf etwas Zeit zum ausspannen, aber auch um alte Pfade gehen zu können.
Ein Grossteil des Aufenthaltes möchte ich jedoch auch nutzen um meine heranwachsende Stiftung SABER Y CRECER presentieren zu können. Hier steht noch viel Arbeit an.
Letzte Besuche bei Freunden und Familien macht mich etwas wehmütig, ist doch diese Welt schon ein wichitiger Bestandteil meines Lebens geworden.

 

Wachsen mit dem Projekt SABER Y CRECER

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Mit jeder Aufgabe und Herausforderung hier im Regenwald und mit dem Aufbau des Projektes SABER Y CRECER, wachse ich ein bisschen mit.
Oft scheint mir das ganze über den Kopf zu wachsen und ich hinterfrage meine Aufgabe. Macht dies Sinn, wieviel bringt das, ist da noch Zeit genug für mich selber.
Und dann kommen immer wieder diese aufbauenden Momente. Wie zum Beispiel die erfolgreichen Abschlüsse von den beiden Kochlehlingen Romel und Erika und das Dankesfest mit den Familien draussen in den Dörfern.
Dies sind Momente die mich stolz machen, die unseren Einsatz, zusammen mit den motivierten Volontären, bestätigen.

Schaman

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Violeta, die Mutter von Byron hat sich vor einem Monat besorgt gegeben, da ich immer Müde bin. Sie meinte, dass sie gerne für mich und Byron einen Schamanen organisieren möchte. Und so kam es auch.
Am Samstagabend war es dann soweit. Es war schon am Eindunkeln als wir mit dem Kanu von Misahuallí Richtung Haus der Familie Chimbo flussabwärts fuhren.
Nach dem Nachtessen im Haus der Familie hat dann das Ritual im Wohnzimmer begonnen. Ziel des Rituales ist es sich geistig und körperlich reinigen zu lassen.
Der Schaman der diese Reinigung vornimmt, hat sein Ayahuasca (aus der Ayahuasca Liane gewonnenes halluzinogenes Getränk) eingenommen. Dieses gibt dem Schaman die Gabe und den Zugang um helfen zu können.
Die Behandlungen wurden wie immer im Dunkeln durchgeführt. Daher auch keine Bilder von der Behandlung. Sie besteht aus Gesprächen, Reinigung durch Rauch und Alkohol, Berührungen, Gesängen und Reinigung mit Blättern. Der Prozess ist schwer zu beschreiben. Nur eines kann ich sagen. Es ist sehr wirkungsvoll und beruhigend zur gleichen Zeit.
Etwa um 3 Uhr gab es dann endlich Nachtruhe. Ich war so erschöpft, und hab so gut wie schon lange nicht mehr geschlafen.
Herzlichen Dank

Was sind meine Werte?

 

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Morgensonne über den Anden. Blick aus dem Fenster beim Anflug auf Quito

Meine Reise in die Schweiz und die Präsentation meiner Stiftung SABER Y CRECER hat bei mir viele Eindrücke hinterlassen. Begeisterte Unterstützung aber auch skeptisches Hinterfragen meiner Tätigkeit hier im Amazonas Regenwald.
Ich sehe mich nicht als Gutmensch. Mein Ziel ist es mein Wissen und Lebenserfahrung, meine privilegierte Lebenssituation und der materieller Wohlstand, der doch zumeist auf Kosten ärmerer Länder wie Ecuador aufgebaut ist, zu teilen.
Meine Überzeugung ist es, dass dies nicht einfach durch finanziell unterstützen, sondern durch Bildung weiterzugeben ist.
Täglich hinterfrage ich meine Arbeit und bin offen für jegliche Kritik die das selbe Ziel haben, soziale Gerechtigkeit und Schutz unserer Umwelt zu verfolgen.

Viele schöne Erinnerungen, vor allem mit meiner Familie aber auch mit unzähligen Freunden, machten es mir schwer wieder zurück nach Ecuador zurückzukehren. Mein Leben in der Schweiz wäre einiges einfacher und bequemer.
Jedoch, wenn meine Kraft reicht, möchte ich mein Projekt SABER Y CRECER soweit aufbauen, dass es mit gutem Gewissen übergeben werden kann und ein Weiterbestehen gesichert ist.

Es ist faszinierend meine Heimat, da ich oft in einer kompletten konträren Welt weile, wie mit den Augen eines «fremden» zu sehen.

Reise in die Schweiz

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Zwischen zwei grundverschiedenen Welten

Noch ist es noch nicht soweit, aber die Vorbereitungen sind in vollem Gange. Einkäufe, packen, organisieren. Vom 26. Februar bis am 29. März werde ich in der Schweiz weilen.
Der Wechsel zwischen diesen beiden Welten ist jedesmal schwierig für mich. Nicht dass das Eine besser als das Andere wäre, aber die krassen Unterschiede in Mentalität und Lebenstil sind anstrengend.
Ich freue mich auf jeden Fall Familie und Freunde zu sehen. Es gibt viel zu erledigen, für die Stiftung Saber y Crecer aber auch vieles für mich privat.
Und natürlich hoffe ich auf ein paar geruhsame Tage für mich selber und in guter Gesellschaft.