Naherholungsgebiet rund um das Haus

Die fast unendliche Geschichte, Bauarbeiten ohne Ende, Covidunterbrüche, Bauschäden und vieles mehr haben mich über die letzten 12 Monate biel Energie gekostet. Nichts desto Trotz, der Bau des Studentenhauses hat sich gelohnt und das Resultat ist das was ich mir erwünscht habe.

All diese Strapazen hätte ich wahrscheinlich kaum ausgehalten wenn die umliegende Natur mich nicht auf meinen täglichen Morgenspaziergänge im Lot gehalten hätte. Diese Waldbäder haben mich von all dem Druck regelmässig geläutert und mir den nötigen Ausgleich beschert.

Ich hoffe die arbeiten nun in den nächsten Wochen abschliessen zu können und dann mich endlich voll der Hauptaufgabe vom Projekt widmen zu können. Ich freu mich.

Einladung zum Gratuationsfest

Es war eine riesige Ehre für mich, als einer der wenigen aussenstehenden, an diesem Familienfest eingeladen zu sein. Ich wurde von der Familie Shiguango eingeladen an der Gratuationsfeier, draussen in deren Haus im Urwald, teilzunehmen.
Was ich da erleben konnte kann ich nicht in Bildern festhalten. Die Herzlichkeit und Offenheit dieser Leute, die Umgebung, die Stimmung, es war ein schier unglaubliches Erlebnis. Auf grossen Feuern wurde gekocht, Fleisch, Huhn, Reis, Yukka, Kartoffeln, in riesen Mengen.
Ums Schlafhaus und um das Küchenhaus wurde gereinigt und dekoriert.
Vor dem Schlafhaus wurde unter einem grossen Blechdach eine Arena mit Bänken aufgebaut. In der Mitte, also in der Arena, wurde ein Tisch aufgestellt. Da fand das ganze Hauptgeschehen des Anlasses statt. Hier wurden die beiden Gratuanten präsentiert, die Reden der Eltern und der Gratuanten gehalten und danach wurden bei diesem Tisch Geschenke und Glückwünsche übergeben.
Rundum wurde geplaudert, gespielt, gelacht und natürlich das traditionelle Getränk Chicha umher gereicht. Zwischendurch boten die Gastgeber klein Häppchen an. Dann, zum Hauptgang, wurde zuerst der Tisch in der Arena gedeckt. Die beiden Gratuanten, Abdon und seine Schwester, haben dann zu sich an den zentralen Tisch 3 Personen geladen. 2 Freunde und als dritter hat mich Abdon zum Tisch aufgeboten. Ich konnte es kaum glauben. Das war wohl der emotionalste Moment für mich. Ich war sichtlich gerührt.

Leider hatte der Abend ein jähes Ende, den mein letzter Bus zurück nach Tena war schon um 18:30. Noch zutiefst berührt von diesem Erlebnis ging es über die holprigen Strassen der Nacht entgegen und durch den zauberhaften Wald, zurück nach Tena.
Ein einmaliges Erlebnis für mich.
Einen riesigen Dank an die Familie Shiguango.

Geschenkübergabe an Abdon
Geschenkübergabe an Abdon

Heimreise in der Abendstimmung, zurück nach Tena
Heimreise in der Abendstimmung, zurück nach Tena