Zurück zu den Wurzeln

Allenwinden-Baar

Der lange Aufenthalt in Ecuador, die Situation mit der Pandemie und meine Krankheit, waren eine riesen Herausforderung für mich. Nur Dank der wunderbaren Unterstützung durch Familie und Freunde war dieser strenge Lebensabschnitt zu bewältigen. Das Wohnungsangebot meines Patenkindes in den Anfängen hier in der Schweiz, danach die Möglichkeit im Haus meines Bruders wohnen zu können, waren aufeinander reihende, erfreuliche Zufälle die mich durch diese Zeit getragen haben. Ich kann mich extrem glücklich schätzen ein solches Umfeld zu haben und dafür bin ich sehr dankbar.

Die ersten Monate konnte ich krankheitshalber aber auch wegen der drastischen Umstellung zwischen diesen beiden Welten mich kaum eingeben. Nur schon die Betreuung und Begleitung der laufenden Projekte im Studentenhaus PAKASHKA-SACHA in Ecuador und der Verein SABER Y CRECER erforderten viel Zuwendung und Zeit. Seit Dezember 2021 jedoch konnte ich mich als Freelancer im Projekt Jugenbewährungshilfe.ch in Baar eingeben. Eine erfüllende Arbeit die mir ein kleines Einkommen gewährt das dringend nötig war.
Das Schicksal scheint mich richtig zu leiten, denn ab Februar konnte ich meine eigene Wohnung wieder in Allenwinden beziehen da meine Mieter frühzeitig ausziehen wollten. Die Restaurierung des Haus und Garten fiel zwar aufwändiger aus als erwartet, jedoch lässt es mich hier wieder langsam Wurzeln zu fassen.

Und doch bin ich gespalten zwischen diesen so unterschiedlichen Welten.
Denn die ungebremste Zerstörung des für uns alle Lebenswichte Amazonas Regenwaldes, die verheerenden Schicksale der allein gelassenen Indigenen Bevölkerung, und dies all auf Kosten von einigen wenigen habgierigen Menschen auf diesem Planeten, kann ich nicht einfach ausblenden. Ich habe es miterlebt, ich habe es mit eigenen Augen gesehen gespürt und mitgelitten. Und dies einfach zu ignorieren ist nicht möglich, denn Wissen bringt Verantwortung.

Tief in meinem Innern erkenne und schätze ich meine Wurzeln hier in der Schweiz. Auch dass kann ich nicht ignorieren. Ich habe realisiert, dass ich hier in der Schweiz wahrscheinlich mehr für das Projekt tun kann als in Ecuador selber. Dies auch dank meiner exzellenten Vertretung im neue erstellen Studentenhaus PAKASHKA-SACHA. Denn zwei verlässliche, motivierte Frauen vertreten und führen das Projekt momentan bestens.

Mit solchen Voraussetzungen denke ich, kann ich mich zwischen diesen beiden Welten am besten für mein Anliegen eingeben.

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